Ärzte Zeitung, 03.11.2008

TK-Vize Christoph Straub wechselt in den Rhön-Vorstand

Klinikkonzern drängt in die Integrierte Versorgung

BAD NEUSTADT/SAALE (ava) . Die Rhön-Klinikum AG drängt in den ambulant-stationären Versorgungsbereich. Dafür hat der Konzern jetzt seinen Vorstand neu ausgerichtet. Neu in den Rhön-Vorstand einziehen wird zum 1. Januar 2009 der bisherige Vize-Chef der Techniker-Krankenkasse (TK) Dr. Christoph Straub. Er gilt als Fachmann der Integrierten Versorgung.

Der 47-jährige Arzt soll den Geschäftsbereich der ambulant-stationären Grund- und Regelversorgung etablieren und die medizinische Entwicklung und das Qualitätsmanagement im Konzernverbund steuern, teilte der Klinikbetreiber am Montag mit. Straub ist der erste Arzt im Vorstand des Klinik-Konzerns.

Vorzeitig verlängert hat das Unternehmen, zu dem 47 Kliniken gehören und das 33 047 Mitarbeiter beschäftigt, den Vertrag mit dem Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Pföhler. Der Aufsichtsrat habe einstimmig beschlossen, den Vertrag mit dem 55-Jährigen bis Ende April 2014  zu verlängern, teilte der im MDax notierte Konzern aus dem fränkischen Bad Neustadt mit. Pföhler ist seit Sommer 2005 im Amt.

Die Rhön-Klinikum AG kündigte zudem weitere Vorstandsänderungen an, um der geänderten Unternehmensstrategie gerecht zu werden. Finanzvorstand Dietmar Pawlik verlasse das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Sein Nachfolger werde Erik Hamann. Der 38-Jährige soll sich als stellvertretender Vorstand um die Bereiche Finanzen, Investor Relations und Controlling kümmern. Der Konzern ist auf die Übernahme und Sanierung von öffentlichen Kliniken spezialisiert und zählt neben Helios und Asklepios zu den drei großen Krankenhausbetreibern in Deutschland.

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