Ärzte Zeitung online, 13.11.2008

Pharmahändler Celesio verzeichnet Gewinnrückgang

STUTTGART (dpa). Europas größter Pharmahändler Celesio hat in den ersten neun Monaten deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich sank der Überschuss von 320,2 auf 192,7 Millionen Euro.

Grund seien unter anderem staatliche Preiseingriffe in Großbritannien, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Stuttgart mit. Im Gesamtjahr 2008 werde der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auch nach der Bereinigung um Währungseffekte "deutlich unter Vorjahr liegen".

In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz bereinigt um Wechselkurseffekte um 1,2 Prozent auf 16,29 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum sank der Gewinn vor Steuern und Zinsen von 545,5 auf 394,8 Millionen Euro. Vorstandschef Fritz Oesterle begründete den Gewinnrückgang neben staatlichen Preisvorgaben in Großbritannien mit dem Rabattwettbewerb im Deutschland. Negative Wechselkurseffekte hätten zudem mit Millionenbeträgen auf den Gewinn gedrückt.

Der Celesio-Großhandel entwickle sich in einem schwierigen Marktumfeld gut, sagte Oesterle. In Deutschland habe der Pharmahandel verlorene Marktanteile zurückgewonnen. Celesio baute auch den Bereich eigene Apotheken aus. In sieben europäischen Ländern habe das Unternehmen 91 Apotheken gekauft oder eröffnet. Derzeit besitzt Celesio weit über 2300 Apotheken.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (10653)
Organisationen
Celesio (146)
Personen
Fritz Oesterle (47)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »