Ärzte Zeitung online, 17.11.2008

BASF bei Übernahme des Spezialchemiekonzerns Ciba fast am Ziel

LUDWIGSHAFEN (dpa). Der weltgrößte Chemiekonzern BASF sieht sich bei der geplanten Übernahme des Schweizer Spezialchemiekonzerns Ciba fast am Ziel. Während der Nachfrist zum Angebot an die Ciba-Aktionäre seien der BASF so viele Aktien angedient worden, dass das Unternehmen theoretisch auf einen Anteil von 94,55 Prozent der ausgegebenen Ciba-Aktien komme.

Das teilte der Konzern am Montag in Ludwigshafen mit. "Wir sind zuversichtlich, die Transaktion jetzt planmäßig und erfolgreich abzuschließen", sagte der BASF-Vorstandsvorsitzende Jürgen Hambrecht. Die Übernahme soll rund 3,8 Milliarden Euro kosten.

Die Nachfrist für Ciba-Aktionäre war am Freitag vergangener Woche (14. November) zu Ende gegangen. Das Ergebnis ist laut BASF noch vorläufig. Das Endergebnis wird am 20. November bekannt gegeben. Der Chemiekonzern will die Transaktion im ersten Quartal 2009 unter Dach und Fach haben. Mit dem Vollzug der Transaktion werden die Aktien auf BASF übertragen und der Angebotspreis wird ausgezahlt. Mit dem Kauf von Ciba will BASF das Spezialchemiegeschäft weiter ausbauen und sich damit von der Konjunktur unabhängiger machen.

BASF hat den Ciba-Anteilseignern 50 Schweizer Franken pro Namensaktie angeboten. Insgesamt will sich der Ludwigshafener Konzern die Übernahme rund 3,8 Milliarden Euro kosten lassen - so viel wie die bislang größte Übernahme in der Unternehmensgeschichte: 2006 hatte BASF für den US-Katalysatoren-Hersteller Engelhard ebenfalls rund 3,8 Milliarden Euro hingelegt.

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