Ärzte Zeitung online, 18.11.2008

Landesregierung: Kein Antrag von Merckle auf Staatsbürgschaft

STUTTGART (dpa). Der von hohen Börsenverlusten betroffene Unternehmer Adolf Merckle hat beim Land Baden- Württemberg keine Bürgschaft beantragt.

Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) sagte der Deutschen Presse- Agentur dpa am Dienstag nach einem Gespräch mit Merckle: "Wir sind zuversichtlich, dass die Banken und das Unternehmen eine tragfähige Lösung finden. Ein Antrag auf eine Landesbürgschaft wurde nicht gestellt."

An dem Gespräch hatte auf Wunsch von Ministerpräsident Günther Oettinger auch Finanzminister Willi Stächele (beide CDU) teilgenommen. Merckle soll bei Spekulationen mit VW-Aktien mehr als eine Milliarde Euro verloren haben. Es kursieren auch Gerüchte über den Verkauf des zur Merckle-Gruppe gehörenden Generika-Herstellers ratiopharm.

Oettinger äußerte sich zuvor bereits zurückhaltend hinsichtlich möglicher Hilfen des Landes für Merckle: "Wir werden dieses Thema intensiv, aber zurückhaltend verfolgen. Es gibt bisher keine Festlegung." Der Regierungschef betonte aber auch: "Die Arbeitnehmer dürfen nicht die Dummen sein bei einem Verschulden der Geschäftsleitung."

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