Ärzte Zeitung online, 25.11.2008

Siemens präsentiert ultraschnellen dosissparenden Doppel-Röhren-CT

ERLANGEN (eb). Siemens Healthcare hat seinen neuen Computertomografen (CT), den Somatom Definition Flash, vorgestellt. Nach Angaben des Unternehmens benötigt der neue Doppel-Röhren-CT nur noch einen Bruchteil der Strahlendosis wie bisherige Systeme und ist dazu sehr schnell.

Das neue Gerät ist ein neuer "Dual Source"-CT, bei dem zwei Röntgenröhren (und zwei Detektoren) gleichzeitig um den Körper rotieren. Mit der bislang höchsten Scan-Geschwindigkeit im Bereich der CT von bis zu 43 cm pro Sekunde und eine zeitliche Auflösung von 75 Millisekunden ist es zum Beispiel möglich, komplette Thorax-Aufnahmen in nur 0,6 Sekunden zu machen. Damit brauchen die Patienten während der Untersuchung nicht mehr wie bisher den Atem anzuhalten.

Gleichzeitig arbeitet das neue Gerät mit einer stark verminderten Strahlendosis. Nach Angaben des Unternehmens kann zum Beispiel ein Herz-Scan mit weniger als einem Milli-Sievert (mSv) gemacht werden. Die durchschnittliche effektive Dosis dafür beträgt üblicherweise zwischen 8 und 40 mSv.

Das Unternehmen wird das neue Gerät auf der Jahrestagung der "Radiological Society of North America" (RSNA), dem weltweit größten Radiologie-Kongress, präsentieren. Der neue CT soll im ersten Quartal 2009 auf den Markt kommen.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (10807)
Organisationen
Siemens (561)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »