Ärzte Zeitung online, 01.12.2008

Wirtschaftsminister: Es gibt keine Bürgschaft für Merckle

STUTTGART (dpa). Der Unternehmer Adolf Merckle (ratiopharm, HeidelbergCement) wird vom Land Baden-Württemberg keine Bürgschaft bekommen. Der baden-württembergische Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP), sagte am Montag in Stuttgart: "Es gibt keine Bürgschaft des Landes für das Haus Merckle."

Der Ulmer Milliardär hatte bei Wetten mit VW-Aktien einen dreistelligen Millionenbetrag verloren (wie berichtet). In den vergangenen Tagen war bekannt geworden, dass Merckle vom Land Baden-Württemberg eine Bürgschaft wollte. In Medien war von 150 Millionen Euro die Rede gewesen. Die Summe wollte Pfister nicht bestätigen. Er sprach aber von einer dreistelligen Millionensumme.

Seit Tagen gibt es auch Spekulationen über einen möglichen Verkauf des Generika-Herstellers ratiopharm. Dazu sagte Pfister: "Mein Eindruck ist, dass es zu einem Verkauf von ratiopharm kommen kann."

Nach den Worten des Ministers gibt es mehrere Interessenten weltweit. Als mögliche Käufer wurden bisher die israelische Teva-Gruppe und der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis gehandelt. Die Merckle-Gruppe mit etwa 100 000 Mitarbeitern macht jährlich insgesamt rund 30 Milliarden Euro Umsatz.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »