Ärzte Zeitung online, 29.12.2008

Neun Städte wollen Heimstatt für Gesundheitscampus NRW sein

KÖLN (iss). In Nordrhein-Westfalen haben sich neun Städte als Standort für den geplanten Gesundheitscampus des Landes beworben. Bis Ende März 2009 will die Landesregierung entscheiden, welche Stadt den Zuschlag erhält.

In dem Campus wollen das Gesundheitsministerium, das Forschungsministerium und die Staatskanzlei die Kompetenzen rund um die Medizin und die Gesundheitswirtschaft bündeln. Kernstück soll eine Fachhochschule für Gesundheitsberufe werden. Vorgesehen sind dort 1000 Studienplätze für nichtärztliche Heilberufe. Fest stand von vornherein, dass die neue Einrichtung im Ruhrgebiet angesiedelt werden wird. Diese Entscheidung war - wie berichtet - nicht unumstritten.

Interesse am Gesundheitscampus haben nach Angaben des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums Bochum, Castrop-Rauxel, Dinslaken, Dortmund, Duisburg, Essen, Hagen, Oberhausen und Unna angemeldet. "Die eingereichten Unterlagen zeigen sehr deutlich, wie engagiert und kreativ die einzelnen Städte mit den Anforderungen für den Campus umgegangen sind", sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

Eine fünfköpfige Experten-Kommission unter Leitung des Neurologen Professor Karl Max Einhäupl wird dem nordrhein-westfälischen Kabinett einen Vorschlag zur Auswahl des geeigneten Kandidaten unterbreiten.

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