Ärzte Zeitung online, 07.01.2009

Umfrage: Vorsorgebranche im Stimmungstief

DÜSSELDORF (dpa). Versicherer, Fondsanbieter und Finanzmakler beurteilen einer Umfrage zufolge die Perspektiven 2009 für die deutsche Wirtschaft und die Finanzmärkte so skeptisch wie seit vielen Jahren nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahr kühlte sich die Stimmung bei den Finanzdienstleistern auch mit Blick auf die eigenen unternehmerischen Chancen deutlich ab.

An der Umfrage der Fachzeitschrift "Kurs" in der zweiten Novemberhälfte haben unter anderem 65 Versicherer teilgenommen.

Mit einer wirtschaftlichen Erholung im Verlauf des Jahres 2009 rechnet laut der Umfrage die Mehrheit der Unternehmen in der Vorsorgebranche nicht mehr. Ebenso glaube nur eine Minderheit der befragten Vermittler, Investmentunternehmen und Assekuranzen an eine durchgreifende Erholung der Finanzmärkte in den kommenden zwölf Monaten. Die Mehrheit gehe davon aus, dass sich das wilde Auf und Ab an den Weltbörsen fortsetzen werde, so die Zeitschrift am Dienstag vorab.

Der "Krisen-Schock" sitze auch bei den bislang von den schlimmsten Verwerfungen weitgehend verschonten Lebensversicherern tief, berichtet "Kurs". Dies sei daraus ersichtlich, dass auch die Assekuranzen die unternehmerischen Perspektiven seit Beginn der Befragungen durch die Fachzeitschrift nur einmal ähnlich pessimistisch einschätzten wie für 2009: im Rezessionsjahr 2003.

Das pessimistische Meinungsbild werde auch von der Maklerschaft geteilt. Drei Viertel der befragten Vermittlerunternehmen erwarteten für 2009 eine Beeinträchtigung ihres Vorsorgegeschäftes; 37 Prozent sogar in einem wesentlichen Umfang. Das seien im Langfristvergleich die schlechtesten Erwartungswerte, die "Kurs" bei der Makler-Befragung jemals erhoben hat.

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