Ärzte Zeitung, 28.01.2009

Pfizer mit deutlichem Gewinnrückgang im vierten Quartal 2008

Außerordentliche Aufwendungen verringern Nettogewinn / Generika-Konkurrenz sorgt für sinkenden Umsatz

NEU-ISENBURG (ck). Der US- Pharmakonzern Pfizer weist für das vierte Quartal 2008 einen deutlichen Gewinnrückgang aus. Wie der weltgrößte Pharmakonzern mitteilte, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum nur noch bei 266 Millionen US-Dollar (rund 205 Millionen Euro).

Im gleichen Vorjahreszeitraum betrug der Nettogewinn noch 2,72 Milliarden US-Dollar (etwa 2,1 Milliarden Euro). Das Nettoergebnis - das Ergebnis vor außerordentlichen Belastungen - ist nach Angaben des Unternehmens hingegen um 29 Prozent auf 4,4 Milliarden US-Dollar (rund 3,4 Milliarden Euro) gestiegen.

Außerordentliche Belastungen gab es unter anderem wegen des Konzernumbaus und der Beilegung von Rechtsstreitigkeiten zum ehemaligen Pfizer-Präparat Bextra® (Valdecoxib). Insgesamt ist der Konzernumsatz um vier Prozent auf 12,35 Milliarden US-Dollar (rund 9,5 Milliarden Euro) gesunken.

Vorstandschef Jeff Kindler zeigte sich über das Ergebnis im vierten Quartal zufrieden und verwies dabei auf die erfolgreichen Kostensenkungsmaßnahmen. Der Umsatzrückgang basiert laut Pfizer insbesondere auf der Generika-Konkurrenz für verschiedene Präparate, deren Patentschutz ausgelaufen sei. Dazu gehörten das Antiallergikum Zyrtec® (Cetiricin) sowie das Krebsmedikament Camptosar® (in Deutschland Campto®; Irinotecan), die im Januar beziehungsweise im Februar 2008 in den USA ihren Patentschutz verloren. In den USA wurden insgesamt 5,3 Milliarden US-Dollar (4,1 Milliarden Euro) umgesetzt, acht Prozent weniger als in der gleichen Vorjahreszeit, international waren es 7,1 Milliarden US-Dollar (5,5 Milliarden Euro) und damit minus ein Prozent zum Vorjahr. Grund für den Rückgang seien negative Währungseinflüsse.

Für die Pharmasparte wird für das Schlussquartal ein Umsatz von 11,2 Milliarden US-Dollar (rund 8,6 Milliarden Euro) - ein Minus von vier Prozent zum Vorjahr - genannt. Mit dem Lipidsenker Atorvastatin (in Deutschland Sortis®) wurden mit 3,1 Milliarden US-Dollar (etwa 2,4 Milliarden Euro) acht Prozent weniger erlöst. Starkes Wachstum verbuchte mit 21 Prozent auf 220 Millionen US-Dollar der orale Tyrosinkinase-Hemmer Sutent® (Sunitinib Malat).

Lesen Sie dazu auch:
Pharma-Gigant Pfizer stößt in neue Dimensionen vor
Bedeutende Fusionen und Übernahmen in der Pharmabranche

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Abstimmung über Trumps Gesundheitsreform verschoben

Die Republikaner haben nicht genügend Stimmen für die Abschaffung von "Obamacare" zusammen, verschieben die Abstimmung im Kongress. Trump muss warten - das kann ihm nicht schmecken. Aber das Weiße Haus macht Druck. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »