Ärzte Zeitung online, 26.01.2009

Übernahme von Wyeth durch Pfizer soll beschlossen sein

NEW YORK (dpa). Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer hat laut Medienberichten die Übernahme des Konkurrenten Wyeth vereinbart. Das Geschäft werde einen Wert von rund 68 Milliarden Dollar (52 Milliarden Euro) haben und solle noch am Montag bekannt gegeben werden, berichteten die "New York Times" und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen. Pfizer bezahle den Kauf in einer Kombination aus Bargeld und Aktien.

Pfizer steht wie auch andere Pharmariesen schwer unter Druck durch konkurrierende billigere Nachahmermedikamente (Generika). Mit dem Kauf von Wyeth bekommt Pfizer Zugang zu neuen Mitteln und Geschäftsfeldern. Außerdem erhofft sich der Branchenführer jährliche Einsparungen von vier Milliarden Dollar, schrieb die "New York Times".

Pfizer biete 50,19 Dollar pro Wyeth-Aktie, ein Aufschlag von 29 Prozent auf den Schlusskurs vom Donnerstag, hieß es übereinstimmend. Das umfasse 33 Dollar Bargeld und 0,985 Pfizer-Aktien.

Es wäre die größte Übernahme in den USA seit einigen Jahren und die erste bedeutende seit der Verschärfung der Finanzkrise im vergangenen Jahr. In der Krise waren die Banken nicht mehr bereit, die für solche Geschäfte nötigen Milliardenkredite zu vergeben. Für den Wyeth-Kauf habe sich Pfizer eine Finanzierung von 22,5 Milliarden Dollar sicher können, hieß es. Für den Fall, dass das Geschäft noch scheitern sollte, erklärte sich Pfizer laut "New York Times" zur außergewöhnlich hohen Rücktrittszahlung von 4,5 Milliarden Dollar bereit.

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