Ärzte Zeitung online, 30.01.2009

Studie: Vollzeitbeschäftigte arbeiten so lange wie vor 20 Jahren

GELSENKIRCHEN (dpa). Vollzeitbeschäftigte in Deutschland haben im Jahr 2007 durchschnittlich 40,3 Stunden pro Woche gearbeitet und damit so lange wie zuletzt vor 20 Jahren.

Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen. Für die Erhebung wurden Daten des Mikrozensus ausgewertet. Die durchschnittliche Verlängerung der Arbeitszeit sei darauf zurückzuführen, dass bundesweit viele Beschäftigte zur 40-Stunden-Woche zurückgekehrt seien, teilte das Institut am Donnerstag in Gelsenkirchen mit. Die Erhöhung sei auch eine Folge der Wirtschaftsflaute gewesen, die bis zum Jahr 2003 zu einem hohen Personalabbau geführt habe.

Besonders stark sei die Wochenarbeitszeit in Westdeutschland gestiegen: Im Jahr 2006 hatten der Untersuchung nach Vollzeitkräfte 40,4 Stunden pro Woche gearbeitet, drei Jahre zuvor waren es 39,6 Wochenstunden. Vorreiter bei der Arbeitszeitverlängerung seien dort die Metallindustrie und der öffentliche Dienst gewesen. Grundsätzlich liege die deutsche Wochenarbeitszeit bei den Vollzeitbeschäftigten aber im EU-weiten Durchschnitt.

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