Ärzte Zeitung online, 18.02.2009

Steigende Ausgaben für außeruniversitäre Forschung

WIESBADEN (nös). Für Forschung außerhalb der Universitäten wurde 2007 rund 5 Prozent mehr ausgegeben als im Jahr davor. Von den 8,5 Milliarden Euro entfielen allerdings nur knapp 7 Prozent auf die Humanmedizin, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit.

Knapp die Hälfte der Ausgaben (4,1 Milliarden Euro) flossen demnach in die Naturwissenschaften, gefolgt von den Ingenieurwissenschaften mit 2,4 Milliarden Euro. Die forschenden Humanmediziner erhielten mit etwa 600 Millionen Euro einen Anteil von 6,6 Prozent.

Zu den außeruniversitären Forschungseinrichtungen gehören neben öffentlichen Einrichtungen auch private Einrichtungen wie etwa die Helmholtz-Zentren, die Max-Planck-Gesellschaft oder die Fraunhofer-Gesellschaft. Auf diese Institute entfielen dem Statistischen Bundesamt zufolge knapp drei Viertel der gesamten außeruniversitären Forschungsausgaben (6,4 Milliarden Euro). Die öffentlichen Forschungseinrichtungen hatten hingegen mit rund 900 Millionen Euro nur einen Anteil von 10,5 Prozent.

Zusammen mit den Forschungsmitteln für Hochschulen machen diese Ausgaben etwa 30 Prozent der gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung aus. Die verbleibenden 70 Prozent finden im Unternehmenssektor statt. Werden alle Ausgaben zusammengerechnet, so wurde im Jahr 2007 etwa 61 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aufgewendet, wie die Wiesbadener vorläufig errechnet haben. Dies entspreche einem Anteil von 2,5% am Bruttoinlandsprodukt.

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