Ärzte Zeitung online, 20.02.2009

Nestlé steigert Reingewinn um fast 70 Prozent

VEVEY (dpa). Die Wirtschaftskrise hat dem weltgrößten Nahrungsmittelkonzern Nestlé im vergangenen nur wenig zugesetzt. Erneut wurde 2008 ein Umsatz- und Gewinnplus erwirtschaftet. Der Überschuss kletterte um 69,4 Prozent auf 18 Milliarden Franken (12 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Dies sei dem Teilverkauf des Augenpflegemittel-Herstellers Alcon an Novartis zu verdanken, hieß es. Der Umsatz stieg um 2,2 Prozent auf 109,9 Milliarden Franken.

Ohne den Alcon-Verkauf hätte der Reingewinn 8,8 Milliarden Franken betragen. Das sind knapp 17 Prozent weniger als im Spitzenjahr 2007. Nestlé-Finanzchef Jim Singh sprach angesichts des derzeitigen Marktumfelds von "sehr starken" Ergebnissen. Dass der Umsatz weniger stark gewachsen ist als 2007, begründete Nestlé unter anderem mit Wechselkurseffekten. Laut Singh war das Geschäft mit Nahrungsmitteln und Getränken der Haupttreiber des Wachstums. Negativ entwickelte sich einzig das Wasser-Geschäft.

Nestlé habe die seit Jahren geltenden Zielvorgaben nicht nur erreicht, sondern übertroffen, sagte Nestlé-Chef Paul Bulcke. Der Konzern strebt alljährlich ein Wachstum von fünf bis sechs Prozent und einen stetigen Anstieg der operativen Marge an. Für die Zukunft ist er zuversichtlich: Aufstrebende Märkte wie China und Indien wiesen weiterhin Wachstum auf. Angesichts des Gewinns schlägt der Verwaltungsrat den Aktionären eine Dividendenerhöhung um 14,8 Prozent auf 1,40 Franken vor. Im laufenden Jahr will der Konzern zudem Aktien im Wert von 4,4 Milliarden Franken zurückkaufen.

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