Ärzte Zeitung online, 24.02.2009

Allianz investiert 40 Millionen Euro in den Vertrieb

MÜNCHEN (dpa). Europas größter Versicherungskonzern Allianz will seinen Vertrieb mit zusätzlichen Investitionen von rund 40 Millionen Euro stärken.

Das Geld solle für die Einstellung neuer Mitarbeiter und deren Ausbildung aufgewendet werden, sagte ein Allianz-Sprecher am Montag in München und bestätigte damit einen Bericht des "Handelsblatts" vom Montag. Darin hieß es, der Vertrieb des Versicherers schwächele auch nach drei Jahren Umbau. Rund 4000 der gut 10 000 selbstständigen Vertreter hätten im vergangenen Jahr ihre Geschäftsziele verfehlt und keine Boni erhalten.

Dazu erklärte der Sprecher, der Anteil der Vertreter, die ihre Ziele erreicht hätten, sei von 50 Prozent im Jahr 2007 auf 60 Prozent im vergangenen Jahr gestiegen. Die Vertreter seien der wichtigste und über alle Geschäftsfelder erfolgreichste Vertriebsweg der Allianz. Zugleich räumte der Sprecher ein, im Umbauprozess habe es Übergangsprobleme gegeben, die aber heute kein Thema mehr seien. Im vergangenen Jahr habe die Allianz mehr als 2000 neue Vertriebskräfte eingestellt, pro Quartal sollen 600 neue Mitarbeiter hinzukommen.

In dem Bericht hieß es weiter, die Allianz schraube ihre Ziele für die Vertreter seit Jahren höher, zugleich würden alternative Vertriebskanäle wie Internet und Makler zu einer zunehmenden Konkurrenz. Auch deshalb hätten vertriebsstarke Agenten dem Unternehmen zuletzt den Rücken gekehrt. Auch das neue Betriebsmodell, bei dem unter anderem Telefonzentren die Abwicklung von Schäden übernehmen, mache Probleme.

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