Ärzte Zeitung online, 13.03.2009

US-Sammelklage gegen Münchner Biotech-Unternehmen abgewiesen

MÜNCHEN (dpa). Eine Sammelklage gegen das deutsche Biotechnologieunternehmen GPC Biotech ist nach Angaben der Münchner Firma vom zuständigen US-Gericht abgewiesen worden.

Der United States District Court for the Southern District of New York habe den Beschluss gefasst, die konsolidierte Sammelklageschrift in dem im Juli 2007 gegen das Unternehmen erhobenen Rechtsstreit abzuweisen, teilte GPC Biotech am Donnerstagabend in München mit. Dem Beschluss zufolge könnten die Kläger noch bis zum 1. April 2009 bei Gericht die Erlaubnis beantragen, eine überarbeitete Klageschrift einzureichen. Sollte ein solcher Antrag gestellt werden, beabsichtige GPC Biotech, diesen abzuweisen.

Hintergrund der Klage ist die Verzögerung bei der Zulassung des Biotech-Krebsmittels Satraplatin in den USA und dem daraus folgenden Kurssturz der Aktie. In der Klage wurde GPC Biotech vorgeworfen, die Anleger unvollständig über den Fortgang bei der Entwicklung des Krebsmedikaments informiert und dadurch US-Wertpapiervorschriften verletzt zu haben.

Die Sammelklage schließt alle Anleger ein, die zwischen dem 05. Dezember 2005 und 24. Juli 2007 Aktien erworben hatten. GPC Biotech hatte wegen einer ungünstigen Entscheidung eines US-Gremiums den Antrag zur beschleunigten Zulassung von Satraplatin zurückziehen müssen.

Internet: www.gpc-biotech.com

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