Ärzte Zeitung, 31.03.2009

STADA setzt Hoffnungen auf das zweite Halbjahr

Preisgarantie und die Markteinführung neuer Produkte soll wieder für Wachstum sorgen / Künftig mehr Biosimilars

FRANKFURT AM MAIN (cw). Der OTC- und Generikaanbieter STADA hat kein leichtes Jahr vor sich. Erst zum zweiten Halbjahr2009 rechnet Vorstandschef Hartmut Retzlaff wieder mit Erlöszuwachs. Dann sollen unter anderem die Preisgarantie der STADApharm in Deutschland sowie Neueinführungen - etwa eines Pantoprazol-Generikums - Früchte tragen.

Nach einem zweistelligen Gewinnrückgang 2008 (wir berichteten kurz) beginnt auch das Geschäftsjahr 2009 für STADA mit negativen Vorzeichen. So gingen die Verkäufe in den beiden ersten Monaten um zwölf Prozent zurück. Der Gewinn werde im ersten Halbjahr unter der Vergleichsperiode des Vorjahres liegen, prognostizierte Retzlaff bei der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main.

Gründe für die angespannte Situation seien neben der Wirtschaftskrise auch negative Währungseffekte - etwa die Abwertung des Rubel - oder die einschneidende Preissenkung bei der Generikalinie STADApharm. STADApharm hat alle Preise auf das Niveau der drei preisgünstigsten Anbieter gesenkt und hofft, damit mehr Ärzte zu gewinnen, die bei Verordnung von STADA-Produkten das Autidem-Kreuz setzen.

Trotz der aktuellen Schwierigkeiten sei ein Umsatzwachstum im Gesamtjahr 2009 aber möglich, versicherte Retzlaff. Dazu sollen Einführungen wie die eines Pantoprazol-Generikums in der zweiten Jahreshälfte, eines Lorzaar®-Nachahmers (Losartan, Hypertonie) oder eines Irinotecan (Onkologie) beitragen. Auch aktuelle Launches wie Gemcitabin oder das erste STADA-Biosimilar Epoetin zeta verliefen vielversprechend. Mit dem Epo habe die STADA-Tochter Cellpharm im ersten halben Jahr nach Einführung bereits vier Millionen Euro umgesetzt.

Vollends erholen werde sich das Unternehmen aber in den beiden kommenden Jahren. "2010 und 2011 werden gute Jahre", ist sich Retzlaff sicher. Die Zahl der frei werdenden Wirkstoffe nehme dann deutlich zu und erlaube, jährliche Mehrumsätze zwischen 80 Millionen und 100 Millionen Euro einzuplanen. Langfristig abgesichert werden soll der angepeilte Wachstumskurs durch die Entwicklung neuer Biosimilars aus der Klasse der monoklonalen Antikörper.

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