Ärzte Zeitung online, 27.03.2009

Roche schließt Übernahme von Genentech ab

BASEL (eb). Der Pharma- und Diagnostikkonzern Roche hat die größte Firmenübernahme in der Schweizer Geschichte unter Dach und Fach gebracht.

Nach Ablauf des Übernahmeangebots für das US-Biotechnologieunternehmen Genentech in der Nacht zum Donnerstag halten die Basler nach eigenen Angaben nun 93,2 Prozent an ihrem langjährigen Joint-Venture Partner. Zusätzlich sei Roche die Übergabe weiterer drei Prozent der noch ausstehenden Genentech-Aktien innerhalb von drei Geschäftstagen zugesichert worden. Roche lässt sich die vollständige Kontrolle über die für den Konzern so wichtigen Krebsmedikamente Avastin® (Bevacizumab) und Herceptin® (Trastuzumab) rund 46,8 Milliarden US-Dollar (ca. 34,5 Milliarden Euro) kosten.

Roche plane jetzt die schnelle Fusion der beiden Unternehmen in einem sogenannten "Short-Form Merger", teilte das Basler Unternehmen mit. Nach dem formellen Zusammenschluss solle der Handel mit Genentech-Aktien an der New Yorker Börse eingestellt werden. Aktionäre, die ihre Aktien angedient hätten, würden sofort 95 US-Dollar pro Aktie erhalten, so Roche.

Mit dem formellen Angebotsabschluss kommt das monatelange Gerangel zwischen den Führungsetagen der beiden Unternehmen zu einem einvernehmlichen Ende. Roche hatte seit vergangenem Juli versucht, Genentech komplett zu übernehmen. Nachdem das Genentech-Management den Schweizern zunächst die kalte Schulter gezeigt hatte, erhöhte der Basler Konzern das Angebot zunächst auf 93 und dann auf 95 US-Dollar, womit der Durchbruch gelang.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »