Ärzte Zeitung online, 03.04.2009

Monsanto mit weniger Gewinn

ST. LOUIS (dpa). Der weltgrößte Agrar- und Biotechnikkonzern Monsanto hat in seinem zweiten Geschäftsquartal weniger verdient als im Vorjahr.

Rückläufige Verkäufe von Unkrautvernichtungsmitteln und Kosten für eine Übernahme in Brasilien drückten den Überschuss in dem Ende Februar abgeschlossenen Vierteljahr um drei Prozent auf 1,09 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Donnerstag in St. Louis mitteilte.

Angetrieben von der Nachfrage nach Saatgut für Sojabohnen und Mais kletterte der Umsatz im Ende Februar ausgelaufenen Quartal um acht Prozent auf das Rekordniveau vom vier Milliarden Dollar.

Dabei gingen die Umsätze mit Pestiziden im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent zurück. 2008 hatten viele Landwirte in den USA angesichts bevorstehender Preiserhöhungen ihre Käufe von Unkrautvernichtungsmitteln der von Monsanto vertriebenen Marke "Roundup" vorgezogen, was dem Geschäft damals einen deutlichen Schub gegeben hatte. In diesem Jahr kam noch eine Trockenperiode in Brasilien erschwerend hinzu.

Monsanto erwartet nun, dass dafür im dritten und vierten Quartal mehr Pestizide verkauft werden. Der Konzern ist auch Marktführer bei genetisch verändertem Saatgut.

Im ersten Halbjahr legte der Konzernüberschuss um 19 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar zu. Der Umsatz kletterte um 16 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar.

Lesen Sie dazu auch:
Diskussionen um den Anbau von Genmais
Topics
Schlagworte
Unternehmen (10923)
Panorama (30661)
Organisationen
Monsanto (43)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »