Ärzte Zeitung online, 03.04.2009

Merck KGaA plant Kurzarbeit

FRANKFURT/DARMSTADT (dpa). Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA plant Kurzarbeit. Betroffen davon seien rund 500 Mitarbeiter im Werk Gernsheim in Süd-Hessen, sagte der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Karl-Ludwig Kley, am Freitag bei der Hauptversammlung in Frankfurt.

Maßnahmen wie etwa der Abbau von Überstunden reichten nicht aus. An einen Wegfall von Arbeitsplätzen sei nicht gedacht.

Grund für die Arbeitszeitverkürzungen seien Absatzrückgänge bei den Pigmenten, die für Lacke in der Automobilindustrie verwendet werden. Ein Zeitpunkt für die Kurzarbeit stehe noch nicht fest. Einzelheiten würden derzeit mit den Gewerkschaften verhandelt.

Neben der Kurzarbeit in Gernsheim seien auch Anpassungen in kleineren Standorten in den USA, in Japan und in China notwendig, sagte Kley. Merck hat in Deutschland rund 10 300 Mitarbeiter, davon 8500 am Stammsitz Darmstadt. Weltweit sind im Konzern 32 800 Menschen beschäftigt.

Im Geschäftsjahr 2008 erzielte Merck einen Umsatz von 7,6 Milliarden Euro, 7,1 Prozent mehr als 2007. Das operative Ergebnis stieg um 16 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Unter dem Strich wies Merck ein Ergebnis nach Fremdanteilen von 367,1 Millionen Euro aus.

 www.merck.de

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