Ärzte Zeitung online, 08.04.2009

Pfizer will Struktur nach Wyeth-Übernahme umbauen

NEW YORK (dpa-AFX). Der weltgrößte Pharmahersteller Pfizer will sich nach der milliardenschweren Übernahme des Konkurrenten Wyeth in neun Sparten organisieren. Geplant seien neun weltweit aufgestellte Geschäftsbereiche für Forschung und das übrige Geschäft, teilte Pfizer am Dienstag in New York mit.

Die Forschung soll in die Sparten Pharma und Biopharma aufgeteilt werden. Damit will der Konzern dem Biotechnologie-Potenzial von Wyeth auch nach der Fusion eine starke Stellung sichern.

Bis zum Abschluss der Übernahme sollen die bisherigen Führungsteams in ihren angestammten Funktionen weiterarbeiten. Auf der obersten Ebene der neuen Organisationsstruktur sollen acht Führungskräfte von Wyeth vertreten sein.

Wyeth-Chef Bernard Poussot soll bei der Integration weiter mithelfen, nach einer Übergangszeit allerdings von Bord gehen. Der neue Konzern soll dann von Jeff Kindler geführt werden, der bereits seit Sommer 2006 an der Pfizer-Spitze steht.

Pfizer will Wyeth für 68 Milliarden US-Dollar übernehmen. Der Kauf ist eine der größten Übernahmen seit Jahren und die bedeutendste seit dem Ausbruch der Finanzkrise. Früheren Angaben zufolge fallen im Zuge der Übernahme rund zehn Prozent der Stellen weg, fünf Werke werden geschlossen.

Die zwei Konzerne beschäftigten zuletzt weltweit insgesamt mehr als 130 000 Mitarbeiter. Die Übernahme soll spätestens im vierten Quartal abgeschlossen werden.

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