Ärzte Zeitung, 22.04.2009

UKE und MedTech-Anbieter gehen bei Sonografiediagnostik gemeinsame Wege

GE Healthcare sichert Verfügbarkeitsgrad der Geräte von 98 Prozent zu

HAMBURG (di). Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Medizintechnikhersteller GE Healthcare setzen für die sonodiagnostische Ausstattung auf eine langjährige Partnerschaft. Ziel: geringere Kosten und Technik, die stets auf dem neuesten Stand ist.

Das neue Klinikum macht es möglich: Statt der bislang 107 auf dem gesamten Standort verteilten Sonografiegeräte benötigt das UKE im neuen Zentralklinikum nur noch 25. Alle stammen vom gleichen Hersteller, haben die gleiche Benutzeroberfläche und sind damit nach einer Schulung leicht zu bedienen.

Bei der Auswahl der Geräte für die verschiedenen Standorte im Klinikum wurde gezielt auf die Bedürfnisse der jeweiligen Nutzer Rücksicht genommen. Weil nicht an jedem Standort das Maximum an möglicher Technik erforderlich ist, definierte das Haus gemeinsam mit dem Hersteller Performance Levels, an denen man die Geräteauswahl orientierte.

Langfristige Kooperation sorgt für Planungssicherheit.

Das UKE kauft die Geräte nicht, sondern zahlt eine Flatrate für die Bereitstellung der Technik, für Schulung, Wartung und Service. Zugleich stellt der Hersteller sicher, dass das UKE laufend auf dem neuesten Stand der Technik ausgerüstet bleibt. Dieser Rahmenvertrag ist gesetzlich für maximal vier Jahre möglich.

Ziel ist laut UKE-Chef Professor Jörg Debatin aber eine Zusammenarbeit über zehn Jahre. Das UKE spart damit erheblich an Kosten. Die Flatrate liegt, so Debatin, "nur unwesentlich über den bisherigen Wartungskosten" der alten Gerätezahl. Dafür entfallen aber die Anschaffungskosten komplett.

Beide Partner haben durch die langfristige Kooperation Kalkulationssicherheit. Ein Risiko wegen möglicher Ausfälle besteht für das Klinikum nicht: Der Hersteller sichert zu, dass die Verfügbarkeit der Geräte mindestens 98 Prozent beträgt.

Das UKE-Modell macht Schule: Der Hersteller hat inzwischen einen vergleichbaren Vertrag zur sonografischen Ausstattung eines Krankenhauses in Emden sowie zur radiologischen Ausstattung mit einem Haus in Kassel abgeschlossen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »