Ärzte Zeitung online, 23.04.2009

Rhön Kliniken auch in der Finanzkrise auf Wachstumskurs

FRANKFURT (ava). Der fränkische Klinikbetreiber Rhön-Klinikum ist weiter auf Wachstumskurs. Der Krankenhauskonzern, der sich auf die Übernahme und Sanierung öffentlicher Kliniken spezialisiert hat, hat 2008 von gestiegenen Patientenzahlen profitiert und Umsatz und Gewinn gesteigert.

"Wir haben unsere Prognose für 2008 erfüllt, unser medizinisches Angebot ausgebaut und unseren Wachstumskurs zuverlässig gehalten," so Wolfgang Pföhler, Vorstandsvorsitzender des Klinikkonzerns auf der Bilanzpressekonferenz seines Unternehmens am Donnerstag in Frankfurt. Das börsennotierte Unternehmen hat seine Umsatzerlöse um 5,2 Prozent auf 2,13 Milliarden Euro erhöht. Der Konzerngewinn stieg sogar um 10,3 Prozent auf 122,6 Millionen Euro.

Im Geschäftsjahr 2008 wurden in den 48 Kliniken und 20 Medizinischen Versorgungszentren des Konzerns insgesamt mehr als 1,6 Millionen Patienten behandelt, fast sieben Prozent mehr als im Vorjahr.

Die größte Konzerntochter, die Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, hat ihr Ergebnis auf 2,2 Millionen Euro erhöht. "Wir haben an beiden Standorten kräftig in gute Medizin investiert. Weil die Patienten unsere Leistungen stark nachfragen, haben wir auch die Zahl unserer Beschäftigten im ärztlichen und pflegerischen Bereich erhöht", erläuterte Gerald Meder, stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Ende 2008 waren rund 33 000 Mitarbeiter im Rhön-Konzern beschäftigt, 4,5 Prozent mehr als 2007.

Mit dem Start ins Geschäftsjahr 2009 ist die Konzernleitung zufrieden. Bereits in den ersten drei Monaten ist die Zahl der Patienten im Vergleich zum Vorjahr um 10,3 Prozent auf 450 000 gestiegen, die Umsatzerlöse stiegen auf 559,1 Millionen Euro (+ 7,4 Prozent), der Gewinn liegt bei 30,7 Millionen Euro (+ 3,7 Prozent).

Die Finanzkrise, die vielen Branchen erhebliche Wachstumseinbrüche beschieden hat, hat nach Angeben Pföhlers die Gesundheitswirtschaft nicht erreicht. Als "weitgehend konjunkturunabhängiger Bereich" bleibe sie stabil.

Pföhler bestätigte den im Februar gegebenen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr: Danach soll der Umsatz auf 2,3 (Vorjahr: 2,13) Milliarden Euro steigen und der Gewinn in einer Spanne von 125 bis 135 (Vorjahr: 122,6) Millionen Euro liegen.

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