Ärzte Zeitung online, 24.04.2009

Mehr Rechte für Bahnkunden ab Sommer

BERLIN (dpa). Bahnreisende werden bei einer Zugverspätung entschädigt - allerdings erst ab einer Verspätung von mindestens 60 Minuten. Sie erhalten dann ein Viertel des Fahrpreises zurück. Einen solchen erstmals gewährten Rechtsanspruch beschloss der Bundestag am Freitag. Bei einer zweistündigen Verspätung bekommen die Bahnkunden sogar 50 Prozent des Geldes zurück. Der Bundesrat muss am 15. Mai noch zustimmen.

Weitere Erleichterungen beziehen sich zum Beispiel in Sonderfällen auf die Übernahme von Hotelrechnungen und bis zu 80 Euro Taxi-Kosten. Im Nahverkehr dürfen Bahnreisende bei drohender Verspätung um mindestens 20 Minuten auch Fernverkehrszüge nutzen. Zur Vermeidung von Gerichtsverfahren schafft das Gesetz ferner eine Schlichtungsstelle.

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) erklärte, die neuen Regelungen sollten bereits zur Sommer-Reisesaison gelten. "Wir wollen nicht auf das Inkrafttreten der EG-Verordnung im Dezember 2009 warten." Die Erstattungen kämen auch dann zum Zuge, wenn ein Anschlusszug wegen Verspätung des ersten Zuges nicht rechtzeitig erreicht werde. Forderungen aus der Opposition nach weiteren Entschädigungen wies sie mit dem Hinweis zurück, die Regelungen dürften nicht zu drastischen Bahnpreiserhöhungen führen.

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