Ärzte Zeitung online, 28.04.2009

Pharmabranche trotzt der Krise

FRANKFURT/MAIN (dpa). Die Pharmabranche trotzt weiterhin der Krise. Der Verband der Forschenden Arzneimittelhersteller (vfa) erwartet nach eigenen Angaben im laufenden Jahr erneut einen Umsatzzuwachs in ähnlicher Größenordnung wie im Vorjahr. Damals verbuchten die Unternehmen einen Umsatzanstieg von 3,8 Prozent auf 36,8 Milliarden Euro.

Der Verbandsvorsitzende Wolfgang Plischke präsentierte am Dienstag in Frankfurt eine Umfrage, in der zwei Drittel der Mitgliedsunternehmen einen "moderaten" Anstieg der Umsätze bestätigten.

Die Exportquote der vfa-Unternehmen betrug 2008 unverändert 52 Prozent. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise würden bei den forschenden Herstellern nicht oder nur in geringem Maße gesehen. Damit erweise sich die Branche weiterhin als krisenrobust. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung seien 2008 um 6,9 Prozent auf 4,84 Milliarden Euro gestiegen.

Plischke plädierte vor dem Hintergrund der internationalen Chancengleichheit erneut für eine steuerliche Forschungsförderung. Dafür sollten 10 Prozent des gesamten Forschungs- und Entwicklungsaufwandes eines Pharmaunternehmens von der Steuerschuld abgezogen werden. Die Zahl der Beschäftigten sank 2008 um rund 3500 auf 88 000. Dem Verband gehören unter anderem die deutschen Pharmahersteller Bayer, Boehringer Ingelheim, Merck KGaA, Merz und Grünenthal an.

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