Ärzte Zeitung online, 13.05.2009

Allianz hält sich gerade noch in Gewinnzone

MÜNCHEN (dpa). Europas größter Versicherer Allianz hat im ersten Quartal wegen der Belastungen aus dem Dresdner-Bank-Verkauf und der Finanzkrise nur einen dünnen Gewinn von 29 Millionen Euro erzielt. Im Vorjahresquartal verdiente der Konzern noch knapp 1,15 Milliarden Euro.

Am deutlichsten war der Gewinneinbruch im Geschäft mit Schaden- und Unfallversicherungen. In der wichtigsten Sparte sackte der Gewinn um 59 Prozent auf 431 Millionen Euro, wie die Allianz SE am Mittwoch in München mitteilte. Der Verkauf des ehemaligen Sorgenkindes Dresdner Bank an die Commerzbank belastete das Ergebnis der Allianz wie angekündigt mit knapp 400 Millionen Euro.

Das Unternehmen hatte bereits auf der Hauptversammlung Ende April Eckdaten für das erste Quartal vorgelegt. Eine konkrete Prognose für 2009 wagte der Versicherer angesichts der Unsicherheiten über die weitere Wirtschaftsentwicklung weiterhin nicht, doch sieht sich der Konzern gut positioniert, um durch die Krise zu kommen.

"Wir führen dies auf unsere verlässliche Ertragsbasis aus unseren Versicherungs- und Asset-Management-Geschäften zurück", erklärte das Unternehmen. Die Allianz habe ausreichend Kapital, um den anhaltend schwierigen Marktbedingungen standzuhalten. "Die Kennzahlen des operativen Geschäfts sind solide."

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