Ärzte Zeitung, 28.05.2009

Das gibt's: alt und beitragsfrei in der PKV

KOBLENZ(iss). Das Problem der exorbitant steigenden Prämien für ältere Versicherte hat dem Image der privaten Krankenversicherer lange Zeit geschadet. Jetzt ist das Thema vom Tisch, sagt der Vorstandsvorsitzende des Marktführers Debeka, Uwe Laue.

"Wir können für die Debeka, aber auch für die PKV-Branche konstatieren, dass die Problematik der Beiträge im Alter als gelöst bezeichnet werden kann", so Laue bei der Bilanzpressekonferenz der Debeka in Koblenz.

"Wir haben das Problem der Altersbeiträge geknackt."

Der Gesetzgeber hat die PKV dazu verpflichtet, seit dem 1. Januar 2000 bei Vollversicherungen einen zehnprozentigen Beitragszuschlag zu erheben. Er dient dazu, die Prämien ab dem 65. Lebensjahr möglichst konstant zu halten. Zu diesem Zweck werden auch 90 Prozent der Mittel verwendet, die bei den Versicherern durch die Differenz zwischen dem Rechnungszins und der mit den Kapitalerträgen erzielten Verzinsung entstehen.

Das gilt auch für die Zusatzversicherungen. Ab dem 80. Lebensjahr müssen die Unternehmen das angesparte Geld an die Versicherten ausschütten, so Laue. Dadurch würden derzeit fast 100 Kunden in Zusatztarifen keine Beiträge mehr zahlen. "Seit kurzem haben wir sogar das erste vollversicherte Mitglied, das für seinen Versicherungsschutz mit Ausnahme der Pflegepflichtversicherung überhaupt keinen Beitrag mehr zahlen muss", berichtete er.

Bei der Debeka sind die Alterungsrückstellungen 2008 um 9,3 Prozent auf über 19,2 Milliarden Euro gestiegen.

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