Ärzte Zeitung online, 07.07.2009

Krümmel-Abschaltung beschädigt Bayer-Anlage

LEVERKUSEN (dpa). Die Abschaltung des Atomkraftwerks Krümmel hat ein Chemiewerk des Bayer-Konzerns in Brunsbüttel beschädigt. Durch den starken Spannungsabfall sei ein Schaden an der Chlorelektrolyseanlage entstanden, teilte die Tochterfirma Bayer Material Science am Dienstag in Leverkusen mit.

Wegen der eingeschränkten Chlorversorgung könne die dortige Anlage zurzeit nur mit deutlich reduzierter Kapazitätsauslastung betrieben werden.

Wann der Schaden behoben sein wird und die Produktion wieder in vollem Umfang zur Verfügung stehe, konnte das Unternehmen nicht sagen. Der dort produzierte Rohstoff TDI wird zur Herstellung von Polyurethan-Weichschaum für Polstermöbel, Matratzen und Autositze verwendet. Bayer MaterialScience gehört mit einem Umsatz von knapp 10 Milliarden Euro (2008) zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (10926)
Panorama (30670)
Organisationen
Bayer (1127)
TDI (28)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Werden europäische Männer immer unfruchtbarer?

Männern haben immer weniger Spermien. Direkte Rückschlüsse auf Fruchtbarkeit erlaubt das nicht – es könnte aber nur die Spitze eines Eisbergs gesundheitlicher Probleme sein. mehr »

Psychotherapie soll künftig Unifach werden

Ein einheitliches Berufsbild, Studium an der Uni. Die Psychotherapeutenausbildung steht vor umwälzenden Veränderungen. Kritiker vermissen beim Entwurf aber Konkretes zum Thema Weiterbildung. mehr »

Ist die menschliche Entwicklung am Ende?

Über Hunderttausende von Jahren ist der Mensch zu dem geworden, was er heute ist. Und nun? Ein Grimme-Preisträger fragt sich, ob Unsterblichkeit erstrebenswert ist und wohin uns die Evolution führen wird - oder kann der Mensch sie austricksen? mehr »