Ärzte Zeitung online, 15.07.2009

Gerresheimer bricht Gewinn weg

DÜSSELDORF (dpa). Dem Hersteller medizinischer Verpackungen Gerresheimer ist im zweiten Quartal praktisch der gesamte Gewinn weggebrochen. Das Unternehmen verdiente nur noch 600 000 Euro nach 4,4 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Auslöser waren ein Buchverlust von 5,3 Millionen Euro durch den Verkauf der Sparte technische Kunststoffsysteme sowie ein schwächeres Geschäft in einigen Bereichen durch die Wirtschaftskrise.

Konzernchef Axel Herberg zeigte sich zuversichtlich, dass Gerresheimer 2009 trotz des Halbjahresverlusts von 1,1 Millionen Euro schwarze Zahlen schreiben werde.

Der Umsatz sank im zweiten Quartal um 4,3 Prozent auf 264,4 Millionen Euro. Grund war unter anderem, dass in dem jetzt verkauften Kunststoff-Bereich die Erlöse angesichts der Autokrise um ein Drittel auf nur noch 12,8 Millionen Euro einbrachen. Aber auch bei Laborglas und Kosmetik-Verpackungen habe Gerresheimer einen Nachfrage-Rückgang gespürt, hieß es. Der Markt für Pharma-Verpackungen sei zwar robust gewesen, jedoch hätten einige Pharmaunternehmen bevorzugt ihre Lagerbestände abgebaut und dadurch weniger neue Verpackungen benötigt.

Das im MDax notierte Unternehmen beschäftigt weltweit rund 9000 Menschen, davon ein Drittel in Deutschland.

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