Ärzte Zeitung online, 04.08.2009

Mitarbeiter von AKW in der Schweiz verstrahlt

DÖTTINGEN (dpa). Zwei Mitarbeiter des schweizerischen Atomkraftwerks Beznau nahe der deutschen Grenze sind bei Arbeiten im Reaktor verstrahlt worden. Wie der Energiekonzern Axpo als Betreiber am Dienstag mitteilte, gebe es aber keine gesundheitliche Gefährdung für die beiden. Die Strahlenwerte lägen unter der kritischen Grenze.

Nach Angaben der Schweizer Aufsichtsbehörde ENSI war es am Montag zum dem Zwischenfall gekommen. Währen die beiden Mitarbeiter in einem Raum unterhalb des Reaktordruckbehälters eine Prüfkamera anbrachten, wurden von einem anderen Raum aus Innenrohre aus dem Druckbehälter gezogen. Diese strahlten sehr stark.

Die beiden Mitarbeiter wurden durch ein Messgerät gewarnt und verließen ihren Arbeitsplatz so schnell wie möglich. Die Aufsichtsbehörde sprach am Dienstag von "ungenügender Koordination der Arbeiten". Die Klärung des Vorfalls ist noch im Gange. Das AKW Beznau in Döttingen im Kanton Aargau liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zu Baden-Württemberg entfernt.

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