Ärzte Zeitung online, 17.08.2009

Deutsche kaufen weniger Fernseher und Handys

NÜRNBERG (dpa). Die Deutschen kaufen in der Krise weniger Fernseher und Handys. Die Segmente Unterhaltungselektronik und Telekommunikation verzeichneten im zweiten Quartal deutliche Umsatzrückgänge, wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Montag in Nürnberg mitteilte.

Insgesamt zeige sich der Markt der Elektrogeräte aber noch verhältnismäßig krisenfest. Demnächst will die Branche auf der Funkausstellung IFA in Berlin (4.-9. September) dem Geschäft neue Impulse geben.

Der Gesamtumsatz sei im ersten Halbjahr geringfügig um 0,2 Prozent auf 19,8 Milliarden Euro gesunken, teilte die Gesellschaft für Konsumforschung am Montag in Nürnberg mit. Das zweite Quartal war allerdings mit einem Rückgang um 3,8 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro deutlich schwächer als das erste.

Verantwortlich dafür war besonders der starke Rückgang bei der Unterhaltungselektronik um 11,4 Prozent im zweiten Quartal. Dies liegt laut GfK auch daran, dass im vergangenen Jahr vor der Fußball-Europameisterschaft massenweise neue Fernsehgeräte gekauft worden seien.

Der Markt für Telekommunikation büßte zwischen April und Juni 15,3 Prozent ein. "Insbesondere die Verluste bei Mobiltelefonen prägen das negative Quartalsergebnis", teilte die GfK mit. Zwar gehe der Trend zu höherwertigen Smartphones und Touchscreen-Mobiltelefonen, doch die Mengen- und Wertverluste würden dadurch nicht aufgefangen.

Gut laufen dagegen weiterhin Elektrogeräte, angefangen von Espressoautomaten über Ganzkörper-Rasierer (Bodygroomer) bis hin zu Großgeräten wie Wäschetrocknern. Dabei spiele das Thema Energieeffizienz eine immer größere Rolle, berichtete die GfK.

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