Ärzte Zeitung online, 19.08.2009

Medizinprodukteanbieter sehen Schweinegrippe gelassen entgegen

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Medizinprodukteanbieter sehen Schweinegrippe gelassen entgegen

MELSUNGEN (rhv). Desinfektions- und Hygieneprodukte haben in Zeiten der Schweinegrippe erwartungsgemäß Konjunktur. Das beflügelt auch die Fantasien bei dem Medizinprodukteanbieter B. Braun Melsungen AG.

Seit Monaten stellt B. Braun nach eigenen Angaben einen erhöhten Bedarf an Desinfektions- und Hygieneprodukten fest. Gründe sind die Schweinegrippe und die darum geführten Diskussionen, die ein insgesamt erhöhtes Sicherheitsbedürfnis in der Bevölkerung, aber auch bei den Verantwortlichen und in den Medizinberufen bewirken.

Als eines der führenden Unternehmen am Markt kommt B. Braun als Lieferant der 16 Bundesländer in Betracht. Die dortigen Gesundheitsministerien sind für die Beschaffung der Schutzprodukte zuständig. "Wir haben von mehreren Bundesländern Anfragen erhalten", heißt es dazu bei B. Braun. Die Angebote für Pandemiesets sowie Spritzen und Kanülen sind mittlerweile abgegeben.

Ein Pandemie-Set, bestehend aus Atem-Masken, Händedesinfektions-lösung und einem Merkblatt, ist auch geeignet, die eigenen Mitarbeiter bei B. Braun vor dem H1N1-Virus zu schützen. Das Filtermaterial verhindert die Tröpfcheninfektion. Die Lösung wirkt gegen das Virus auf Arbeitsflächen.

Sobald es den ersten Schweinegrippe-Fall in der Firma gibt, will man mit der Verteilung der Produkte beginnen. Maßgebend für diese Vorgehensweise ist ein Krisenstab, der sich regelmäßig trifft und notwendige Maßnahmen erörtert. Dazu gehört auch, alle Waschräume in den Betrieben mit Desinfektionsmitteln auszustatten.

Eine ausreichende Bevorratung sorgt dafür, dass im Fall einer Pan-demie sowohl die Versorgung der Bevölkerung als auch das eigene Personal gesichert ist. Deutschlandweit genießen über 10 000 Mitarbeiter diesen hauseigenen Schutzschild, weltweit sind es über 38 000. Ein Impfzwang besteht nicht. Im Ernstfall will man seine guten Kontakte zu den Behörden nutzen und Impfstoff in ausreichende Menge besorgen.

Sollte es so richtig losgehen mit den Impfungen in der Bevölkerung, dann könne das Unternehmen gemeinsam mit anderen Herstellern ausreichend viele Spritzen und Ka-nülen liefern, versicherte B. Braun im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

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