Ärzte Zeitung online, 24.08.2009

Qiagen investiert 30 Millionen Euro in den Ausbau seiner Zentrale in Hilden

HILDEN ( ava). Mit einem offiziellen Spatenstich hat das Biotechunternehmen Qiagen jetzt den weiteren Ausbau seiner operativen Zentrale im rheinischen Hilden begonnen.

Bis zum Dezember 2010 sollen nach Angaben des Unternehmens in Hilden drei Neubauten für Forschung und Entwicklung, Produktion und Logistik entstehen. Vorstandsvorsitzender Peer Schatz bezeichnete das 30 Millionen Euro teure Bauprojekt am Montag als das "größte Investitionsprojekt Qiagens in den vergangenen Jahren".

Qiagen ist Anbieter von Probenvorbereitungs- und Testtechnologien für die molekulare Diagnostik, akademische Forschung und pharmazeutische Industrie. Unter dem Dach der niederländischen Holding-Gesellschaft unterhält das Unternehmen mehr als 30 Tochterunternehmen in fast 20 Ländern. Qiagen bietet auch Tests auf das Virus der Schweinegrippe an.

Das neue Laborgebäude soll das erste seiner Art in Europa sein, das nach dem US "Green Building Leed-Standard" mit Gold zertifiziert wird, dem einzigen weltweit anerkannten Gütesiegel für nachhaltiges Bauen.

Qiagen erwartet allein durch den Einsatz einer speziellen Heizanlage jährlich 500 Tonnen CO² und 250 Kilowatt Strom einzusparen. Insgesamt werden die neuen Produktions- und Forschungsanlagen im Schnitt bis zu 30 Prozent weniger Energie als herkömmliche Einrichtungen verbrauchen. Mittelfristig sollen in Hilden bis zu 500 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Auch an Standorten in der Schweiz, in den USA und in Asien sind Erweiterungen geplant.

Die weltweite Wirtschaftskrise hat das Unternehmen bislang nicht zu spüren bekommen. Im Gegenteil: Qiagen profitiert unter anderem von der Schweinegrippe. Die Umsätze sind im Vergleich zum Vorjahr allein im zweiten Quartal um zwölf Prozent gewachsen; das Unternehmen erhöhte kürzlich die Umsatzprognose für das laufende Jahr von 930 auf 970 Millionen Dollar (650 auf 677 Millionen Euro).

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