Ärzte Zeitung, 03.09.2009

Abgemahnte Werbung kostet Pfizer Milliarden

NEW YORK/WASHINGTON (dpa). Der Pharmakonzern Pfizer zahlt die Rekordsumme von 2,3 Milliarden US-Dollar (1,6 Milliarden Euro), um den Streit mit den US-Behörden über unerlaubtes Medikamenten-Marketing beizulegen. Das teilten das Unternehmen und das US-Justizministerium am Mittwoch mit.

Die Behörden werfen Pfizer vor, das Schmerzmittel Bextra® (Valdecoxib) auch zur Behandlung anderer Krankheiten vermarktet zu haben. Für diese hatte die nationale Arzneimittelbehörde dem Unternehmen aber keine Zulassung erteilt. Bextra® wurde unterdessen bereits vom Markt genommen.  Bei der Milliardensumme handelt es sich um eine strafrechtliche Geldbuße in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar und um eine Milliarde Dollar zivilrechtlicher Strafe. Mit der Zahlung soll ein entsprechendes Ermittlungsverfahren beigelegt werden, heißt es.

Die finanziellen Belastungen seien bereits im Geschäftsjahr 2008 verbucht worden, erklärte Pfizer. Weitere 33 Millionen Dollar bezahlt Pfizer zudem im laufenden Quartal wegen der Werbepraxis für sein Antipsychotikum Geodon (Zeldox®).

Topics
Schlagworte
Unternehmen (10489)
Praxisführung (14707)
Organisationen
Pfizer (1336)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »