Ärzte Zeitung online, 11.09.2009

Roland Koch: Einstieg von Magna bei Opel ist einzig tragfähige Lösung

BERLIN (dpa). Der Einstieg des Autozulieferers Magna beim deutschen Autobauer Opel ist nach Ansicht des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) die einzig tragfähige Lösung. Nur so könne Opel selbstständig und zugleich in einer hohen Loyalität mit dem bisherigen Mutterkonzern General Motors (GM) verbunden bleiben, sagte er am Freitag im Deutschlandradio Kultur.

"Nur Magna gewährleistet von seinem Unternehmenskonzept her genau diesen Weg." Koch sieht in einer dauerhaften Zusammenarbeit mit GM die Grundlage, um Zukunftsautos entwickeln zu können. Dazu brauche es verbindliche Partnerschaften.

Der Ministerpräsident verteidigte zudem die Staatsbürgschaften für Opel. Die Lasten durch eine Insolvenz wären ungleich höher gewesen. Das Risiko schätzte Koch als verantwortbar ein: "Selten ist in einem Unternehmen so detailliert geredet worden, gibt es so klare Verabredungen, sind so viele Wirtschaftsprüfungsgesellschaften drüber gegangen wie in den letzten sechs Monaten bei Opel." Dennoch werde es eine schwierige Operation, sagte Koch im RBB-Inforadio. So müssten jetzt Kosten gesenkt und in Deutschland und Europa Arbeitsplätze abgebaut werden. "Das ist alles kein Spaziergang, es handelt sich derzeit um ein krankes Unternehmen."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »