Ärzte Zeitung online, 17.09.2009

FDA warnt Bayer wegen einer Testmethode

NEW YORK/WASHINGTON (dpa). Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat den Leverkusener Pharmahersteller Bayer zur Verbesserung von Tests eines wichtigen Wirkstoffes ermahnt. In einem Schreiben vom 5. August, das am Dienstagabend auf der Internetseite der FDA veröffentlicht wurde, bemängelt die US-Behörde ein Problem mit dem Wirkstoff Drospirenon im Bayer-Werk Bergkamen.

Drospirenon ist ein synthetisches Gestagen und in den Verhütungsmitteln Yaz® und Yasmin® enthalten. Mit der Produktfamilie um die Antibabypille Yasmin® hatte Bayer im vergangenen Jahr weltweit rund eine Milliarde Euro Umsatz erzielt.

Zwei Mitarbeiter der FDA, Jose Cruz und Miguel Martinez, hatten sich Anfang März eine gute Woche lang im Bayer-Werk in Bergkamen umgesehen. Dabei seien sie auf eine Testmethode gestoßen, die von dem US-Standard abweicht, heißt es in dem Schreiben. Laut FDA stützt sich Bayer bei der Qualitätsprüfung von Drospirenon nicht auf individuelle Ergebnisse, sondern auf einen von mehreren Proben gewonnenen Durchschnittswert.

Die amerikanische Zulassungsbehörde kündigte nach Angaben des Nachrichtensenders CNN an, den Import zu bremsen, sollte Bayer sich nicht um eine Korrektur des Problems bemühen.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (10489)
Organisationen
Bayer (1097)
CNN (160)
Wirkstoffe
Drospirenon (47)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »