Ärzte Zeitung online, 28.09.2009

Abbott kauft Pharmageschäft von Solvay für 4,5 Milliarden Euro

AMSTERDAM (eb). Der US-Pharmakonzern Abbott Laboratories will das Arzneimittelgeschäft des belgischen Partners Solvay für 4,5 Milliarden Euro in bar übernehmen.

Darüber hinaus sei geplant, weitere mehrere hundert Millionen Euro zu investieren und Schulden zu übernehmen, teilten beide Unternehmen am Montag mit. Dadurch habe die Transaktion, die noch von den Behörden genehmigt werden muss, einen Gesamtwert von 5,2 Milliarden Euro. Abbott will sich durch den Kauf in den schnell wachsenden Schwellenländern verstärken.

Bis zu 300 Millionen Euro sollen zwischen 2011 und 2013 als erfolgsabhängige Zahlungen fließen. Darüber hinaus will Abbott Schulden in Höhe von 400 Millionen Euro übernehmen. Den Angaben nach wird Abbott durch den Kauf mehr als drei Milliarden US-Dollar (2 Milliarden Euro) zusätzlichen Umsatz erhalten. Solvay macht den Großteil seines Geschäfts außerhalb der USA und ist vor allem in Osteuropa und Asien stark vertreten. Die Unternehmen arbeiten bereits bei der Vermarktung von Tricor/Trilipix (Fenofibrat) zusammen. Zum Produktprogramm von Solvay gehören Herz- und Diabetes-Medikamente sowie Arzneien gegen neurologische Erkrankungen. Der Bereich setzte 2008 etwa 2,7 Milliarden Euro um.

In der vergangenen Woche waren auch der Schweizer Pharmahersteller Nycomed und die belgische UCB Group als Kaufinteressenten gemeldet worden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »