Ärzte Zeitung online, 13.10.2009

Johnson & Johnson hebt Gewinnprognose an

NEW BRUNSWICK (dpa). Trotz Wirtschaftskrise und sinkender Umsätze hat der amerikanische Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson zuletzt seinen Gewinn gesteigert und die Prognose für das laufende Jahr angehoben. Der Überschuss stieg im dritten Quartal dank Einsparungen um gut ein Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar (2,2 Mrd Euro) und übertraf damit die Erwartungen.

Die Erlöse fielen dagegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als fünf Prozent auf 15,1 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag in New Brunswick (New Jersey) mitteilte. Die Gründe seien unter anderem negative Währungseffekte sowie die wachsende Konkurrenz durch Nachahmermedikamente (Generika) gewesen.

Johnson & Johnson stellt neben Konsumartikeln wie Penaten-Creme und Listerine-Mundwasser auch Arzneimittel und medizintechnische Produkte her. Besonders heftig gebeutelt wurde der Konzern zuletzt auf dem US-Heimatmarkt, wo die Einnahmen um mehr als acht Prozent sanken. International lag das Umsatzminus bei 2,5 Prozent.

"Uns gelingt es, trotz auslaufender Patente und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds solide Gewinne zu erwirtschaften", betonte Vorstandschef William Weldon. Die Aktie stand zum Handelsstart in New York aber leicht unter Druck. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern nun einen Gewinn je Aktie zwischen 4,54 und 4,59 Dollar, bisher waren es 4,45 bis 4,55 Dollar.

Die gesamte Pharmabranche hat damit zu kämpfen, dass ihre auslaufenden Patente die Generika-Konkurrenz beflügeln. Gleichzeitig fehlen den großen Konzernen ausreichend neue Umsatzbringer. Johnson & Johnson hat deshalb kräftig zugekauft - so etwa zuletzt die gesamte Alzheimer-Forschung des in den USA an der Börse notierten irischen Arzneimittelherstellers Elan Corp.

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