Ärzte Zeitung online, 22.10.2009

Drogeriemarktkette dm setzt weiter auf Abholservice für Medikamente

DÜSSELDORF (iss). Die Drogeriemarktkette dm setzt auch für die Zukunft auf die Kooperation mit der Europa Apotheek Venlo. "Wir haben zwei große Kernkompetenzen, das sind Schönheit und Gesundheit", sagte Petra Schäfer, die für den Gesundheitsbereich zuständige Geschäftsführerin, vor Journalisten in Düsseldorf.

Im Sommer 2004 hat dm damit begonnen, in Filialen einen Bestell- und Abholservice für Medikamente einzurichten. Die Zusammenarbeit mit dem Versandhändler Europa Apotheek war zunächst auf einige Filialen in Nordrhein-Westfalen begrenzt und wurde dann sukzessive ausgeweitet. In den Drogeriemärkten können dm-Kunden rezeptpflichtige und -freie Arzneimittel bestellen und abholen. Im März 2008 erklärte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig das Modell für rechtmäßig. Inzwischen befinden sich in 1000 der 1100 dm-Drogeriemärkte sogenannte "Pharma Punkte" der Versandapotheke.

"Es geht jetzt darum, die Zusammenarbeit mit der Europa Apotheek bekannter zu machen", sagte Schäfer. Seit Oktober können die Kunden die apothekenpflichtigen Produkte auch im Online-Shop der Europa-Apotheek bestellen und dann im Drogeriemarkt abholen. "Alle Bestell- und Lieferwege, die über die dm-Märkte laufen, sind von Versandkosten befreit."

Bestrebungen, sogenannte Pick-up-Stellen für Arzneimittel wieder verbieten zu lassen, sieht Schäfer gelassen. "Unser Modell entspricht allen Sicherheitsansprüchen." Die Zusammenarbeit sieht dm als Service und damit als Möglichkeit, Kunden zu binden und neue zu gewinnen. Das eigentliche Geschäft mit den Arzneimitteln liege ausschließlich in der Hand der Europa Apotheek, sagte sie.

Im Geschäftsjahr 2008/2009, das am 30. September endete, erzielte der dm-Konzern einen Umsatz von 5,2 Milliarden Euro, das war ein Plus von 11,6 Prozent. Auf Deutschland entfielen davon 3,8 Milliarden Euro, 11,5 Prozent mehr als 2007/2008. Für 2009/2010 prognostizierte Schäfer ein weiteres Wachstum des Konzernumsatzes um 9,2 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro.

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