Ärzte Zeitung online, 20.11.2009

Proteste bei Johnson & Johnson - Arbeitsplätze in Gefahr

NORDERSTEDT (dpa). Rund 500 Mitarbeiter des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson Medical (Ethicon) haben am Freitag in Norderstedt bei Hamburg gegen Entlassungspläne demonstriert. Nach Angaben der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) sollen rund 170 Mitarbeiter aus der Produktion und benachbarten Bereichen wie Qualitätskontrolle und Werkstatt ihre Arbeitsplätze verlieren. Die betroffenen Bereiche sollen nach Mexiko verlegt werden.

"Das ist nur der erste Schritt, auch weitere Arbeitsplätze sind bedroht", sagte der Bezirksleiter der IG BCE Hamburg, Jan Eulen. Eulen sagte: "Wir werden um jeden Arbeitsplatz kämpfen. Hier wird Profitmaximierung auf Kosten langjähriger Mitarbeiter betrieben. Das können und werden wir nicht hinnehmen".

Die Gewerkschaft appellierte an die schleswig-holsteinische Landesregierung, ihren Einfluss geltend zu machen, um die Stellenstreichungen zu verhindern. Nach Eulens Angaben plant der Konzern den Abbau von weltweit 8000 Stellen. In Norderstedt arbeiten 2300 Menschen für Johnson & Johnson.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »