Ärzte Zeitung online, 14.12.2009

Zeiss Meditec plant Zukäufe

JENA (dpa). Der Jenaer Medizintechnik-Konzern Carl Zeiss Meditec ist ohne Blessuren durch die Krise gekommen und will weiter investieren. Im Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz von 600,2 Millionen auf 640,1 Millionen Euro.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich von 68 auf 76 Millionen Euro, teilte der Vorstand am Montag am Konzernsitz in Jena mit. "Wir gehen mit einer soliden Bilanz und finanziell gut gerüstet ins neue Geschäftsjahr", sagte Vorstandschef Michael Kaschke der dpa.

Der Anbieter von Geräten und Systemen für die Augenheilkunde und Mikrochirurgie, der zu den wenigen ostdeutschen Vertretern im Technologiewerte-Index der Frankfurter Börse gehört, verfügt über eine gut gefüllte Unternehmenskasse. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Ende des Geschäftsjahres (30. September) auf 252 Millionen Euro. Das waren rund 40 Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor. Die Eigenkapitalquote betrug fast 72 Prozent.

Der Konzerngewinn sank allerdings von 54,0 Millionen auf 50,5 Millionen Euro. Grund seien niedrigere Anlagezinsen für das Eigenkapital sowie ein einmaliger Steuereffekt in den USA im vergangenen Geschäftsjahr.

Zeiss Meditec sucht weiter nach Übernahmekandidaten und Kaufgelegenheiten, um seine drei Geschäftsbereiche zu verstärken.

Das Unternehmen habe in den vergangenen Jahren insgesamt 430 Millionen Euro in Transaktionen zur Erweiterung des Geschäfts gesteckt, sagte Kaschke. "Das ist eine große Zahl gemessen an der Größe der Firma." Die positive Entwicklung im vergangenen Geschäftsjahr führte er auch darauf zurück, dass Zeiss Meditec international gut vertreten sei. "Die eher schwache Geschäftsentwicklung in den USA und Europa hat Asien sehr gut ausbalanciert."

Carl Zeiss Meditec beschäftigt derzeit 2150 Mitarbeiter, davon 325 in Jena. Kurzarbeit gebe es nicht mehr. "Die Fabriken arbeiten unter Volllast", sagte Kaschke. Hauptaktionär des Jenaer Unternehmens ist die Carl Zeiss AG (Oberkochen).

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