Ärzte Zeitung online, 08.01.2010

Preiserhöhungen für Schokolade erwartet

MÜNCHEN (dpa). Schokoladenfreunde müssen sich in diesem Jahr auf kräftige Preiserhöhungen einstellen. Der rasant gestiegene Kakaopreis belaste die Hersteller zunehmend, sagte der Geschäftsführer des Süßwarenhandelsverbandes Sweets Global Network, Hans Strohmaier, am Freitag.

zur Großdarstellung klicken

Schokolade - das ist bald ein teureres Vergnügen.

Foto: © Leah-Anne Thompson / fotolia.com

"Wenn das über einen langen Zeitraum so bleibt, werden die Hersteller nicht umhin kommen, die Preise zu erhöhen", sagte Strohmaier zur dpa am Rande des Neujahrsempfangs des Verbandes in München.

Bereits im Jahr 2008 hatten die Hersteller mit Verweis auf die gestiegenen Rohstoffkosten die Preise stark erhöht. Im vergangenen Jahr waren sie weitgehend stabil geblieben. Schuld an dem dramatischen Anstieg des Kakaopreises sind aus Sicht der Branche vor allem Spekulanten, die den Preis mit mehr als 2500 Euro je Tonne auf ein 30-Jahres-Hoch getrieben hätten.

Für Fruchtgummi müssen die Verbraucher hingegen in diesem Jahr voraussichtlich nicht mehr bezahlen als im Vorjahr. Beim Marktführer Haribo seien keine Erhöhungen geplant, sagte Vertriebschef Andreas Nickenig. Auch die Preise für Bonbons und Chips sollen stabil bleiben. Insgesamt blickt die Branche relativ zuversichtlich in das neue Jahr. Die Süßwarengeschäft-Kette Hussel mit bundesweit mehr als 280 Filialen erwartet nach Angaben von Geschäftsführer Andreas Hohmann vergleichbare Umsätze wie im vergangenen Jahr.

Die beliebteste Süßigkeit in Deutschland bleibt Schokolade. Im Durchschnitt nascht jeder Mensch in Deutschland 90 Tafeln pro Jahr. Im Jahr 2008 hatte die Schoko-Branche ihren Umsatz vor allem durch Preiserhöhungen auf rund 5 Milliarden Euro gesteigert. Damit machen die Schokoprodukte fast die Hälfte des gesamten Süßwarenmarktes aus. Die Zahlen für 2009 sind noch nicht bekannt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Amazonas-Volk hat die gesündesten Gefäße weltweit

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »

Kiffen schädigt wohl doch Herz und Hirn

Cannabis-Konsum erhöht offenbar doch das Risiko für Schlaganfall und Herzschwäche. Zumindest hat sich ein entsprechender Zusammenhang in einer umfassenden US-amerikanischen Analyse gezeigt. mehr »