Ärzte Zeitung online, 25.01.2010

Zigarettenschmuggel kostet den Staat jährlich vier Milliarden Euro

BERLIN (dpa). Dem Staat gehen durch Zigarettenschmuggel und den Umstieg der Raucher auf andere Tabakprodukte jährlich mindestens vier Milliarden Euro verloren. Das geht aus einer am Montag in Berlin vorgelegten Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) im Auftrag des Deutschen Zigarettenverbandes hervor.

Als eine wichtige Ursache wird die Erhöhung der Tabaksteuer genannt. Dadurch seien Raucher auf "Alternativprodukte" ausgewichen - auf in Deutschland versteuerte Feinschnittprodukte sowie "in erheblichem Maße" auf Schmuggelware.

Der Studie zufolge ist der Anteil der nicht in Deutschland versteuerten Zigaretten am gesamten Zigarettenkonsum inzwischen auf bundesweit 20 Prozent gestiegen. Allerdings gibt es große regionale Unterschiede: Während er in einigen westlichen Gebieten bei weniger als zehn Prozent liegt, beträgt der Anteil in Nordrhein-Westfalen fast 20 und in einigen ostdeutschen Gebieten mehr als 50 Prozent.

Insgesamt werden der Studie zufolge im Jahr etwa 23 Milliarden nicht in Deutschland versteuerte Zigaretten konsumiert. Nach konservativer Schätzung seien davon sieben Milliarden illegal nach Deutschland eingeführt worden. Neben den Einnahmeausfällen für den Fiskus von mindestens vier Milliarden Euro jährlich belaufe sich der darüber hinausgehende Schaden für Industrie und Handel auf mindestens 1,2 Milliarden Euro.

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