Ärzte Zeitung online, 26.03.2010

Krise lässt B. Braun Melsungen kalt

MELSUNGEN (dpa). Ausgerechnet im Krisenjahr 2009 hat der Medizintechnikhersteller B. Braun Melsungen Rekorderlöse erzielt. Erstmals in der Geschichte des Familienunternehmens kletterte der Konzernumsatz bei einem Plus von 6,4 Prozent über die Marke von 4 Milliarden Euro, wie die B. Braun Melsungen AG am Freitag mitteilte.

Das Ergebnis vor Steuern stieg von 268,8 Millionen im Vorjahr auf 336,1 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Jahresüberschuss von 239,6 Millionen Euro nach 185 Millionen Euro im Jahr 2008. "Mit dieser deutlichen Steigerung haben wir auch auf Ergebnisebene unser gesetztes Ziel übertroffen", sagte Konzernchef Professor Ludwig Georg Braun und kündigte Milliardeninvestitionen an. Der Konzern beschäftigte zum Jahresende 39 500 Mitarbeiter, das sind 2,7 Prozent mehr als Ende 2008.

"Als global tätiger Gesundheitsversorger agiert B. Braun in weniger konjunkturabhängigen Märkten", begründete Vorstandschef Braun das trotz der weltweiten Krise gute Ergebnis. Die teils dramatischen konjunkturellen Einbrüche seien aber auch im Gesundheitsmarkt zu spüren gewesen: "Insbesondere bei medizinischen Investitionsgütern waren wir in der ersten Jahreshälfte mit einer Nachfragezurückhaltung konfrontiert." Dieses Segment habe sich in der zweiten Jahreshälfte stabilisiert, so Braun.

Vom nächsten Jahr an plant das Unternehmen ein neues Investitionsprogramm von 1,6 Milliarden Euro. Auch am Firmensitz Melsungen seien Investitionen geplant. Das Programm werde aus den laufenden Einnahmen der kommenden Jahre finanziert.

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