Ärzte Zeitung online, 25.06.2010

Twitter verpflichtet sich zu besserem Datenschutz

WASHINGTON (dpa). Der Kurznachrichtendienst Twitter muss für einen besseren Schutz seiner Nutzer sorgen. Die US-amerikanische Verbraucherschutzbehörde FTC verdonnerte die Internetfirma am Donnerstag zu schärferen Sicherheitsmaßnahmen, weil wiederholt Hacker in das System eingedrungen waren.

In einem Fall knackte ein Angreifer das Nutzerkonto von US-Präsident Barack Obama, in einem anderen das des Fernsehsenders Fox News. "Wenn ein Unternehmen seinen Nutzern verspricht, dass ihre persönlichen Daten sicher sind, dann muss es dieses Versprechen auch einhalten", sagte FTC-Vertreter David Vladeck.

Die Behörde bemängelte besonders die zu simplen Administrator-Passwörter. Dadurch sei es Hackern gelungen, Anfang 2009 die Kontrolle über die komplette Website zu übernehmen, stellte die FTC fest. Twitter hat bereits Abhilfe versprochen. Die Behörde kontrolliert die Umsetzung.

Der junge Franzose, der in Obamas Konto eingedrungen war, hatte angegeben, einfach persönliche Daten über Twitter-Mitarbeiter gesammelt und daraus auf deren Passwörter geschlossen zu haben. In einem Fall hatte er Erfolg. Die Verhandlung gegen ihn endete just am Donnerstag. Er kam mit einer Bewährungsstrafe davon.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »