Ärzte Zeitung, 01.07.2010

Weniger EU-Bußgeld für AstraZeneca

LUXEMBURG (dpa). Der Pharmakonzern AstraZeneca muss weniger EU-Bußgeld bezahlen als ursprünglich verhängt. Das Gericht der Europäischen Union hat die von der EU-Kommission im Jahr 2005 festgelegte Strafe wegen unfairer Geschäftspraktiken in Europa am 1. Juli heruntergesetzt. Statt 60 Millionen Euro muss der Pharmariese nur 52,5 Millionen Euro überweisen (Az.: T-321/05).
Die Richter bestätigten im Grundsatz aber die Entscheidung der Brüsseler Wettbewerbshüter. Das britisch-schwedische Unternehmen habe mit unrichtigen Angaben bei den Aufsichtsbehörden einen längeren Patentschutz für das Magengeschwürmittel Losec (Omeprazol) erreicht und so den Markteintritt von Generika auch in Deutschland blockiert. AstraZeneca habe von 1993 bis 2000 die Regeln verletzt.
Allerdings reduzierte das Gericht die Höhe der Strafe, weil die EU-Kommission den zweiten Vorwurf nicht nachgewiesen habe. Die Richter sahen es nicht als erwiesen an, dass AstraZeneca versucht hatte, in Dänemark, Norwegen und Schweden Generika und günstigere Parallelimporte zu unterbinden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »