Ärzte Zeitung online, 04.08.2010

Versicherer konzentriert seine Kräfte im Kampf gegen Betrüger

KÖLN (frk). Die Zurich Gruppe Deutschland hat in Köln eine zentrale Abteilung zur Bekämpfung von Versicherungsbetrug gegründet. Rund 50 Experten, die bisher in den einzelnen Sparten des Konzerns verteilt waren, sollen dort künftig gemeinsam Betrugsfälle aufspüren. "Erstmals in der deutschen Assekuranz haben wir ein zentrales Betrugsdezernat gegründet, welches für alle Bereiche des Unternehmens gleichzeitig zuständig ist", sagt Rüdiger Hackhausen, Vorstandsmitglied der Zurich Gruppe Deutschland.

Die Neuausrichtung bei der Betrugsbekämpfung sei nötig geworden, weil sich das Vorgehen der Täter geändert habe. Der Betrüger legen sich nicht mehr auf eine Versicherungssparte fest, sondern melden einen Schaden mehrfach, zum Beispiel erst in der Kfz-Versicherung und dann noch mal in der Privathaftpflichtversicherung.

"Die häufigsten Betrugsfälle finden in der Sparte Privathaftpflicht statt", sagt eine Sprecherin der Zurich. "Brillenschäden und Schäden an elektronischen Geräten wie Handys oder Laptops stehen dabei ganz weit oben." Auch in der Berufsunfähigkeitsversicherung gebe es kriminelle Täuschungen.

Früher waren die Versicherer noch kulant, wenn es um kleinere Betrugsfälle ging. Inzwischen hat sich der Wind gedreht, da die Margen aufgrund von niedrigen Preisen und schwachen Kapitalerträgen immer enger werden. Einer rigiden Schadenregulierung und Betrugsbekämpfung messen die Gesellschaften hohe Bedeutung zu. Die Zurich hofft, mithilfe der neuen Abteilung jährlich Schäden in Höhe von 20 Millionen Euro abzuwenden.

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