Ärzte Zeitung online, 05.08.2010

Beiersdorf profitiert vom Wachstum in Russland und Asien

HAMBURG (dpa). Die Weltmarke Nivea, Flaggschiff und wichtigster Umsatzträger des Beiersdorf-Konzerns, wächst in diesem Jahr etwas verhalten. Weltweit erzielte die Konsumgütersparte des Konzerns in den ersten sechs Monaten mit einem Umsatz von 2,7 Milliarden Euro ein Plus von 2,6 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte die Beiersdorf AG am Donnerstag in Hamburg mit. Das Wachstum kam vor allem aus Asien, Russland und Lateinamerika. Dagegen schwächelten die Märkte der großen Industrieländer; in Deutschland gab es sogar einen Umsatzrückgang von 2,3 Prozent in der Konsumgütersparte.

"Insgesamt haben die Regionen noch nicht wieder ganz zu ihrer alten Dynamik zurückgefunden", sagte Vorstandsvorsitzender Thomas-B. Quaas. Beiersdorf werde dem globalen Geschäft künftig gezielte Wachstumsimpulse geben. Die Konsumgüter-Sparte soll in diesem Jahr stärker wachsen als der Markt und eine Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern (EBIT) von deutlich mehr als elf Prozent schaffen. Für das erste Halbjahr hat der Konzernbereich das Ziel erreicht; das EBIT kletterte von 284 auf 327 Millionen Euro.

Die deutlich kleinere Unternehmenssparte Tesa hat mit einem Umsatzplus von knapp 19 Prozent auf 429 Millionen Euro ihren Umsatzrückgang aus dem Vorjahr ungefähr aufgeholt. Tesa ist ein bedeutender Zulieferer der Automobil- und Elektronikindustrie und war deshalb im Vorjahr stärker von der Wirtschaftskrise betroffen als die konsumnahen Beiersdorf-Bereiche. Zusätzlich ist das Unternehmen im Bereich Medizintechnik aktiv. Mit dem Umsatzanstieg ging eine deutliche Gewinnsteigerung einher; das EBIT erhöhte sich von 7 auf 58 Millionen Euro.

Insgesamt erreichte der Beiersdorf-Konzern damit im ersten Halbjahr eine Umsatzsteigerung von 4,5 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Das EBIT wuchs von 291 auf 385 Millionen Euro, das entspricht einer Rendite von 12,2 Prozent, die allerdings für das Gesamtjahr nicht ganz zu halten sein dürfte. Nach Steuern verdiente Beiersdorf 249 (Vorjahr: 189) Millionen Euro, was eine Rendite von 7,8 Prozent bedeutet. Die Börse quittierte die Zahlen zunächst mit einem deutlichen Kursabschlag; am Vormittag war der Kurs mit einem Minus von mehr als vier Prozent abgeschlagen auf dem letzten Platz unter den DAX-Werten.

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