Ärzte Zeitung online, 26.08.2010

Novartis schließt Alcon-Kauf ab

VEVEY (dpa). Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat den Verkauf des Augenmittelspezialisten Alcon an das Pharmaunternehmen Novartis abgeschlossen.

Zuletzt wurden die verbliebenen Alcon-Aktien an Novartis verkauft, die rund 52 Prozent des Aktienkapitals von Alcon in Höhe von 28,3 Milliarden Dollar (18,7 Milliarden Euro) entsprechen. Das teilte Nestlé am Donnerstag mit. Damit hält Novartis nun 77 Prozent an Alcon.

Nestlé hatte den führenden Anbieter für Augenheilkunde, der 1996 aus der Fusion von Ciba-Geigy und Sandoz entstanden war, 1977 zu einem Preis von 280 Millionen Dollar erworben.

Vorstandschef Paul Bulcke verwies darauf, dass sich das Unternehmen mit dem Verkauf seines Alcon-Anteils "auf die Beschleunigung der Umwandlung von Nestlé als das weltweit führende Unternehmen für Nutrition, Gesundheit und Wohlbefinden" konzentrieren könne. Nestlé wird mit dem Erlös Schulden abbauen, die sich Ende Juni 2010 auf 29,6 Milliarden Franken (22,7 Milliarden Euro) beliefen.

Novartis hat von Nestlé im Frühling 2008 bereits ein Viertel von Alcon übernommen und gleichzeitig eine Option über die restlichen 52 Prozent erhalten. Im Januar 2010 kündigte Novartis an, die Option einlösen zu wollen.

Der Pharmakonzern legte für die Beteiligung insgesamt 38,7 Milliarden Dollar auf den Tisch. Novartis will auch die in Streubesitz befindlichen restlichen 23 Prozent von Alcon erwerben, wogegen sich diese Aktionäre wegen des nach ihrer Ansicht unattraktiven Preises bislang aber wehren.

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