Ärzte Zeitung online, 21.10.2010

Pharmakonzern Novartis legt kräftig zu

BASEL (dpa). Der Schweizer Pharmakonzern Novartis ist dank neuer Medikamente weiter auf Wachstumskurs und hat gut verdient.

Der Umsatz nahm in den ersten neun Monaten um 16 Prozent auf 36,4 Milliarden US-Dollar (rund 26 Milliarden Euro) zu, wie das Unternehmen am Donnerstag in Basel mitteilte. Der Gewinn stieg um rund ein Viertel auf 7,7 Milliarden Dollar.

Die wichtigste Sparte, die verschreibungspflichtigen Arzneien, steigerte die Erlöse in den ersten drei Quartalen um acht Prozent auf 22,5 Milliarden Dollar. Dabei machten in den vergangenen Jahren neu auf den Markt gebrachte Präparate wie zuletzt eine Tablette gegen Multiple Sklerose in den USA bereits einen Anteil von mehr als einem Fünftel aus.

Kassenschlager waren wieder Bluthochdruckmedikamente und Krebsmittel. Drei Prozent der Erlössteigerung entfielen auf Zukäufe. Dabei schlug der Umsatz des übernommenen US-Konzern Alcon zu Buche. Novartis will seinen Anteil an dem Augenheilkundeunternehmen von gegenwärtig 77 Prozent weiter aufstocken.

Positiv entwickelte sich auch der Geschäftsbereich Generika unter der Marke Sandoz. Der Umsatz wuchs um 15 Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar. Die Sparte Consumer Health, zu der rezeptfreie Medikamente und auch Tierprodukte gehören, legte um neun Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar zu.

Der Bereich Impfstoffe und Diagnostika profitierte von den Verkäufen anlässlich der Bekämpfung einer Schweinegrippe-Pandemie, so dass die Verkäufe um 151 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar in die Höhe schnellten. Ohne die Influenza- Impfstoffe betrug das Wachstum 20 Prozent.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (10787)
Organisationen
Novartis (1508)
Krankheiten
Grippe (3253)
Multiple Sklerose (1091)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »