Ärzte Zeitung online, 28.10.2010

Sanofi-Aventis erhöht Gewinnprognose

PARIS (dpa). Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis hat nach einem überraschend starken dritten Quartal seine Gewinnerwartung angehoben und die Milliardenofferte für das US-Biotech-Unternehmen Genzyme bekräftigt.

Strikte Kostenkontrolle, günstige Wechselkurse und die hohe Nachfrage nach Diabetesarzneien sowie aus den Schwellenländern hätten die leichte Prognoseanhebung erlaubt, sagte Konzernchef Christopher Viehbacher am Donnerstag in Paris. Der Überschuss vor Sonderposten stieg um 8,9 Prozent auf 2,47 Milliarden Euro. Auf die ersten neun Monaten gerechnet legte der Gewinn um rund neun Prozent auf 7,38 Milliarden Euro zu.

Gelassen gab sich der Deutsch-Kanadier Viehbacher mit Blick auf den Übernahmekampf um das US-Biotechnologieunternehmen Genzyme. Sanofi-Aventis bleibe bei seiner Offerte von 18,5 Milliarden Dollar (rund 13,40 Milliarden Euro) oder 69 US-Dollar pro Genzyme-Aktie.

Von den rosigen Prognosen des Genzyme-Managements lasse man sich nicht blenden. Er suche weiterhin die Gespräch mit der Genzyme-Führung, sagte Viehbacher. Das Angebot läuft noch bis zum 10. Dezember. Genzyme wäre seit dem Kauf von Aventis vor sechs Jahren die größte Übernahme für Sanofi.

Für 2010 rechnen die Franzosen nun mit einem Wachstum des Ergebnisses pro Aktie von bis zu zwei Prozent (zu konstanten Wechselkursen). Im Juli hatte Sanofi-Aventis seine Prognose vom Jahresanfang einkassiert und war wegen der Konkurrenz eines Generikums für den Faktor-Xa-Gemmer Lovenox® bestenfalls von einem stagnierenden Gewinn je Aktie ausgegangen, schlimmstenfalls von einem Rückgang um vier Prozent. Im dritten Quartal kletterte der Umsatz um 5,7 Prozent auf 7,821 Milliarden Euro.

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